Schutz- und Hygienekonzept des Sonderspaß e.V.

Konzept zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2

Einleitung

Der Sonderspaß e. V. in Brühl ist ein gemeinnütziger Verein im Paritätischen Wohlfahrtsverband. Seit seiner Gründung im Jahr 1994 sieht der Verein seine Aufgabe darin, die gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe an Bildung, Teilhabe am Arbeitsleben und der Sozialen Teilhabe von Menschen mit Behinderung so weit wie möglich zu unterstützen und das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern. Dazu bietet der Verein als sozialer Dienstleister unterschiedliche offene Hilfen und individuelle, bedarfsorientierte Inklusionsdienstleistungen primär in Form ambulanter bzw. mobiler Dienste an.

Das Schutz- und Hygienekonzept des Sonderspaß e.V. beschreibt, welche Grundprinzipien und Regeln von Mitarbeitenden des Vereins sowie deren Kontaktpersonen, d.h. externen Personen (z.B. Klient*innen, Auftraggeber, Auftragnehmer, Kooperationspartner, Vereinsmitglieder, etc.) und betriebsfremden Personen (z.B. Handwerker, Lieferanten, etc.) im Rahmen der Erfüllung satzungsgemäßer Aufgaben, Tätigkeiten und Verpflichtungen an internen und externen Arbeitsorten und Arbeitsstätten einzuhalten und zu berücksichtigen sind. Sie gelten verbindlich sowohl im Binnen- als auch Außenverhältnis des Vereins im Rahmen aller seiner satzungsgemäßen Aufgaben und Arbeitsbereiche als sozialer Dienstleister.

Eine der jeweiligen Situation entsprechende Schutzausstattung stellt der Verein den Mitarbeitenden je nach Verfügbarkeit und Einsatzbereich bereit. Dazu gehören u.a. medizinische Einmalhandschuhe, Flächendesinfektionsmittel, Hand-desinfektionsmittel, Pflegemittel, Mund-Nasen-Bedeckungen (Alltagsmaske), Mund-Nasen-Schutz (medizinische Gesichtsmasken MNS) oder partikelfiltrierende Halbmasken (FFP2 zum Fremd- und Eigenschutz) sowie Gesichtsschilder oder gegebenenfalls Schutzkittel.

Direkte persönliche Kontakte zwischen Mitarbeitenden einerseits und zwischen Mitarbeitenden und Kontaktpersonen andererseits sind auf das erforderliche Minimum zu reduzieren und wenn möglich zu vermeiden.

Grundlage für die folgenden verschiedenen Maßnahmen und Verhaltensregelungen sind die entsprechenden Verordnungen, Erlasse, Vorgaben sowie Allgemein-verfügungen der Landesregierung NRW zur Eindämmung der Corona-Pandemie in ihrer jeweils gültigen Fassung.

Ziel des Konzeptes ist es, im Rahmen der Erfüllung satzungsgemäßer Aufgaben des Vereins durch die nachfolgenden Maßnahmen soweit wie möglich die Gesundheit der Mitarbeitenden und ihrer Kontaktpersonen zu schützen, Infektionsketten zu unterbrechen und gegebenenfalls nachvollziehbar zu machen.

Das Schutz- und Hygienekonzept des Sonderspaß e.V. wird in seiner jeweils aktuellen Fassung zur vereinsinternen und vereinsexternen Kenntnisnahme auf der Homepage des Vereins unter www.sonderspass.de veröffentlicht.

1 Regelungen zu Räumlichkeiten und Arbeitsorten des Vereins
Nachfolgende Maßnahmen regeln die vereinsspezifischen Hygiene- und Schutzstandards für vereinseigene, interne sowie externen Räumlichkeiten oder Arbeits- und Einsatzorte. Hautschonende Flüssigseife, Handdesinfektionsmittel sowie medizinische Gesichtsmasken MNS zur einmaligen Verwendung werden an allen internen und externe Arbeitsorten des Vereins durch den Verein für die Mitarbeitenden und bei Bedarf für die Kontaktpersonen bereitgestellt.

1.1 Vereinseigene Räumlichkeiten und Arbeitsstätten

Beim Zugang zu und Aufenthalt in vereinseigenen Räumlichkeiten bzw. Arbeitsstätten ist von Mitarbeitenden untereinander und gegenüber Kontakt-personen konsequent und durchgehend ein Mindestabstand von 1,5 bis 2 Meter einzuhalten. Die Anzahl der Personen, die sich in den Vereinsräumen aufhalten, ist dementsprechend auf ein Minimum zu reduzieren.

Die Mindestfläche pro anwesender Person und Raum sollte 9 m² betragen. Kann der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden, müssen die Mitarbeitenden mindestens eine Mund-Nasen-Bedeckung oder eine medizinische Gesichtsmaske (MSN) und gegebenenfalls ergänzend ein Gesichtsschild tragen. Darüber hinaus kann es in Abhängigkeit von der Pandemieentwicklung, den entsprechenden Verordnungen und den Empfehlungen des RKI erforderlich sein, auch bei Vorliegen des Vorhandenseins der erforderlichen Mindestabstände in den vereinseigenen Räumlichkeiten bzw. Arbeitsstätten kontinuierlich eine Mund-Nasen-Bedeckung oder einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Dies wird durch die Verantwortlichen des Vereins täglich neu bewertet und gegebenenfalls angepasst.

Bei entsprechender festgestellter Gefährdung müssen Mitarbeitende Atemschutzmasken (mindestens Typ FFP2) ohne Ausatemventil, gegebenenfalls in Verbindung mit einem Gesichtsschild, tragen.

Nach Betreten der vereinseigenen Räumlichkeiten bzw. Arbeitsorte müssen sich die Mitarbeitenden und die Kontaktpersonen zuerst die Hände gründlich waschen und danach desinfizieren.

Die Handdesinfektion ist obligatorisch. Darüber hinaus muss die Handhygiene während des Aufenthaltes in den vereinseigenen Räumlichkeiten in regelmäßigen, wiederkehrenden Zeitabständen erfolgen.

Kontaktpersonen dürfen nur nach vorheriger Terminabsprache die Vereinsräume einzeln betreten und verlassen und müssen bei Zugang zu und für die Dauer ihres Aufenthaltes in den Vereinsräumen mindestens eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Dabei sind die Kontaktdaten der Kontaktpersonen mit Namen, Adresse und Telefonnummer sowie Zeitpunkt des Betretens und Verlassens der Vereinsräume zu dokumentieren, damit potentielle Infektionsketten nachvollzogen werden können. Die Datenerhebung ist nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO zulässig und es besteht eine Informationspflicht nach Art. 13 DSGVO.

Mitarbeitende und Kontaktpersonen mit Verdacht auf eine Infektion und/oder entsprechenden Krankheitssymptomen, vor allem Fieber, Husten, Atemnot und Durchfall oder auch Störungen des Geschmacks, Gehörs oder Geruchs, ist das Betreten der Vereinsräume strikt untersagt, sofern nicht diesbezüglich eine aktuelle ärztliche Abklärung schriftlich vorgelegt und nachgewiesen werden kann.

Alle Räumlichkeiten müssen ausreichend und regelmäßig belüftet werden, auch bei ungünstiger Witterung.

Alle vereinseigenen Räumlichkeiten werden durch externe Firmen und die  Mitarbeitenden regelmäßig gereinigt und die Kontaktflächen sowie die Arbeitsplätze regelmäßig desinfiziert.

1.2 Externe Räumlichkeiten

Bei der Nutzung von nicht vereinseigenen, externen Räumlichkeiten durch den Verein, z.B. für Mitgliederversammlungen, Schulungen oder Fortbildungen, gilt für alle Mitarbeitenden und Kontaktpersonen des Vereins grundsätzlich die Einhaltung der vorgenannten Regelungen in Punkt 1.1 synonym. Darüber hinaus gelten bei der Nutzung von externen Räumlichkeiten die für die jeweils verantwortlichen Betreiber bzw. Vermieter geltenden gesetzlichen Verordnungen und Vorschriften sowie die entsprechenden Hygiene- und Infektionsschutzstandards zur Betreibung der jeweiligen Einrichtung.

Vorab ist dabei zu prüfen, ob diese den Mindeststandards der jeweils geltenden Verordnungen und Vorschriften des Landes NRW entsprechen. Ist dies nicht der Fall, ist eine Nutzung dieser externen Räumlichkeiten durch Mitarbeitende und Kontaktpersonen im Kontext der satzungsgemäßen Vereinsarbeit untersagt.

1.3 Externe Arbeitsorte

Beim Einsatz der Mitarbeitenden des Vereins an externen Arbeitsorten zur Erbringung sozialer Dienstleistungen im Rahmen von Teilhabe an Bildung, Teilhabe an Arbeit und der Sozialen Teilhabe (z.B. Schulen, Kitas, Praktika, Freizeit, etc.) sind neben den voran genannten Maßnahmen und Regelungen in Punkt 1.1 und Punkt 1.2 die jeweils gültigen, obligatorischen Verordnungen und Erlasse sowie die entsprechenden Hygiene- und Infektionsschutzstandards der externen Arbeits- und Einsatzorte (Schulen, Kitas, Arbeitgeber, Fortbildungs- und Freizeiteinrichtungen, etc.) zu beachten.

Dabei ist stringent darauf zu achten, dass die voran genannten und nachfolgenden Mindeststandards gewährleistet sind und die Regelungen bzw. Verhaltens-maßnahmen vor Ort bzw. an den externen Arbeitsorten mindestens den jeweils geltenden Verordnungen und Vorschriften des Landes NRW entsprechen.

Dies gilt insbesondere für mobile Inklusionsdienstleistungen im privaten Umfeld von Kontaktpersonen (z.B.  Homeschooling). Vor solchen Arbeitseinsätzen an Arbeitsorten im privaten Umfeld von Kontaktpersonen ist zu prüfen und sicherzustellen, ob der Arbeitseinsatz im privaten Umfeld im Rahmen der satzungsgemäßen Aufgaben des Vereins unbedingt erforderlich und notwendig ist und ob die Einhaltung der vorliegenden Schutz- und Hygienemaßnahmen auch im privaten Umfeld der Kontaktpersonen eingehalten werden können. Grundsätzlich gilt auch hier ein Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern zu allen im Haushalt befindlichen Kontaktpersonen (Klienten und im Haushalt befindliche weitere Personen).

In geschlossenen Räumen ist grundsätzlich und unabhängig vom Mindestabstand von allen anwesenden Personen eine Mund-Nasen-Bedeckung und falls verfügbar eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen. Sollte dies bei den anwesenden Kontaktpersonen nicht möglich sein, müssen die vor Ort tätigen Mitarbeitenden partikelfiltrierende Halbmasken (FFP2 zum Fremd- und Eigenschutz) und gegebenenfalls Gesichtsschilder tragen.

Können die erforderlichen Schutz- und Hygienemaßnahmen durch den Verein und seine Mitarbeitenden einerseits sowie den betroffenen Kontaktpersonen andererseits nicht eingehalten werden (z.B. auf Grund eventueller Engpässe bei Lieferung und Lagervorhaltung entsprechender bzw. erforderlicher Schutzausstatungen, besonderen Gefährdungssituationen der Beteiligten, keine Mindestabstände möglich, keine Raumlüftung möglich, etc.) werden soziale Dienstleistungen  durch den Verein im privaten Umfeld von Kontaktpersonen nicht erbracht.

Wenn immer möglich sind Kontakte generell und insbesondere an externen Arbeitsorten auf das erforderliche Mindestmaß zu reduzieren. Dies gilt vor allem für soziale Dienstleistungen bzw.  Inklusionsleistungen in Schulen und Kitas. Hier sollten Gruppen, wenn möglich, in Kleingruppen verteilt und die Gruppenaufteilung möglichst nicht verändern werden.

Mitarbeitende des Vereins erbringen keine gruppen- oder arbeitsortübergreifende Vertretungsleistung (Z.B. außerhalb des Klassenverbandes oder der Kitagruppe) und dürfen das jeweilige Gruppensetting nur nach vorab erfolgter Prüfung und Genehmigung durch verantwortliche des Vereins das Gruppensetting bzw. den Einsatzort/Arbeitsort wechseln.

1.4 Homeoffice

Wenn arbeitsorganisatorisch sinnvoll und möglich, sollten Arbeiten zur Leitung, Verwaltung und Koordination der Vereinsaufgaben zum Schutz von Mitarbeitenden und Kontaktpersonen im Homeoffice ausgeführt werden, insbesondere dann, wenn die vereinseigenen Räumlichkeiten von mehreren Personen genutzt werden und die erforderlichen Schutz- und Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

1.5 Sanitär-, Pausen- und Gemeinschaftsräume

Unabhängig davon ob es sich um vereinseigene oder externen Räumlichkeiten, Arbeitsstätten oder Arbeitsorte handelt, ist darauf zu achten, dass in Sanitär-, Pausen- und Gemeinschafträumen Handdesinfektionsmittel, hautschonende Flüssigseife und Einmalhandtücher zur Verfügung stehen. Insbesondere bei externen Räumlichkeiten, Arbeitsorten, Arbeits- und Einsatzstätten sind die vor Ort dafür verantwortlichen Personen von dort tätigen Mitarbeitenden des Vereins auf das möglicherweise fehlende oder unzureichend bereitgestellte Hygienemittel hinzuweisen.

1.6 Alternativen zu Präsenzveranstaltungen

Wenn möglich und zur Erfüllung des Arbeitsauftrages sinnvoll, eine soziale Interaktion und Präsenz oder Präsenzveranstaltungen verzichtbar und entsprechende technischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, werden Alternativen zur Kommunikation zwischen Mitarbeitenden untereinander und Mitarbeitenden und Kontaktpersonen empfohlen. Dies können z.B. technische Lösungen wie Telefon- oder Videoberatung oder Telefon- und Videokonferenzen sein. Diese Alternativen haben den Vorteil, dass sie unabhängig von Anwesenheit und Gegenwart in einer jeweils räumlichen oder zeitlichen Situation eingesetzt werden können und direkte Kontakte vermieden werden.

2 Grundsätzliche verbindliche Maßnahmen und Verhaltensregeln

Unabhängig von Raum, Arbeits- oder Aufenthaltsort sind von den Mitarbeitenden und Kontaktpersonen des Vereins im Kontext der Ausübung vereinsrelevanter Aufgaben, Tätigkeiten oder sozialen Dienstleistungen die nachfolgenden Maßnahmen und Verhaltensregeln einzuhalten.

Dabei gilt als Verhaltensregel und Mindeststandart das “AHA+L Prinzip”:

  • Abstand halten
  • Hygiene beachten
  • Alltagsmaske tragen

und

  • Lüften geschlossener Räume in regelmäßigen Abständen

Darüber hinaus wird, wenn möglich, ergänzend zum Eigen- und Fremdschutz die Nutzung der Corona-Warn-App empfohlen.

2.1 Mindestabstand

Grundsätzlich ist ein Mindestabstand zwischen einzelnen Personen von 1,5 bis 2 Meter einzuhalten und eine Mindestfläche von 9 m² pro Person und Raum zur Verfügung stehen. Der Mindestabstand zu anderen Personen muss um jeden Sitz- oder Stehplatz in alle Richtungen eingehalten werden. Falls erforderlich, sind die einzelnen Bewegungsräume der Personen zueinander durch Markierungen oder Absperrungen zu kennzeichnen und weitere technische Schutzmaßnahmen, wie z.B. transparente Abtrennungen zu installieren.

2.2 Hygieneregeln

Regelmäßig müssen die Hände ca. 20 bis 30 Sekunden mit Seife gewaschen und/oder desinfiziert werden, insbesondere vor bzw. beim Zutritt von Räumen, nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten, vor der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang, vor und nach dem Kontakt mit anderen Personen und Kontaktflächen sowie vor dem Anlegen und nach dem Ablegen einer Mund-Nasen-Bedeckung.  Zur Vermeidung von Infektionen sollten Kontaktpunkte verringert und wenn möglich vermieden werden. Niesen oder Husten muss in Abwendung zu anderen Personen in ein Taschentuch und falls dies nicht vorhanden in die Armbeuge erfolgen.

2.3 Maskenpflicht

Grundsätzlich besteht Maskenpflicht. Kann der Mindestabstand nicht oder nicht sicher eingehalten werden, ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung oder eines Mund-Nasen-Schutz zwingend erforderlich.

Sehen jeweils aktuelle Verordnungen und Regelungen das obligatorisch kontinuierliche Tragen einer Maske, unabhängig vom Mindestabstand vor, so ist diese Regelung unbedingt einzuhalten. Bei entsprechender festgestellter Gefährdung müssen Atemschutzmasken (partikelfiltrierende Halbmasken, mindestens Typ FFP2 zum Selbst- und Fremdschutz) ohne Ausatemventil, eventuell in Verbindung mit einem Gesichtsschild getragen werden.

Die Masken, Gesichtsschilder oder sonstige Schutzausstattungen sind je nach Ausführung und Herstellerangaben zu verwenden, zu reinigen oder zu wechseln.

2.4 Lüften geschlossener Räume

Unabhängig von Arbeitsort und Räumlichkeit ist grundsätzlich die Einhaltung einer regelmäßigen und ausreichenden Belüftung aller genutzten geschlossenen Räume zu beachten und durchzuführen, selbst bei ungünstiger Witterung. Vor, während und nach der Nutzung geschlossener Räumlichkeiten sollte im Optimalfall eine Querlüftung erfolgen.  Die Lüftungsintervalle müssen alle 20 bis 30 Minuten für 5 Minuten durchgeführt werden. Ist eine Querlüftung nicht möglich, muss die Lüftung in gleichen Zeitintervallen als Stoßlüftung erfolgen.

Die Anwendung effektiver raumlufttechnischer Anlagen (RLT), auch mobiler Anlagen wie z.B. der TROTEC TAC V+, sind eine ergänzende Maßnahme und sollten nicht abgeschaltet werden, da dies die Aerosolkonzentration in der Raumluft erhöht und das Infektionsrisiko gegebenenfalls verstärken kann.

RLT-Anlagen sollten nicht abgeschaltet und ein Umluftbetrieb vermieden oder zumindest verringert werden.

2.5 Kontaktbegrenzung 

Wenn immer möglich sind direkte, persönliche Kontakte am jeweiligen Arbeitsplatz und Arbeitsort auf das erforderliche Mindestmaß zu begrenzen und bestenfalls zu vermeiden. Ein Wechsel der jeweiligen zugeteilten Einsatz- und Arbeitsorte, insbesondere der Wechsel von individuell zu assistierenden Kontaktpersonen durch Mitarbeitende des Vereins (z.B. in Schule und Kita) ist grundsätzlich zu vermeiden und darf nur in Ausnahmefällen nach vorab erteilter Genehmigung durch Verantwortliche des Vereins erfolgen.

2.6 Arbeitsmittel

Arbeitsmittel (z.B. Kugelschreiber, Telefon, Tastatur, etc.) werden personenbezogen verwendet und sind von den nutzenden Mitarbeitenden vor, während und nach Gebrauch regelmäßig zu reinigen und zu desinfizieren. Dies gilt insbesondere bei gemeinsamer Nutzung von Arbeitsmitteln und gilt für alle Kontakt- und Oberflächen am Arbeitsplatz, mit denen Mitarbeitende und Kontaktpersonen in Berührung kommen.

2.7 Verhalten bei Verdacht oder Infektion

Mitarbeitende und Kontaktpersonen mit Verdacht auf eine Infektion und/oder entsprechenden Krankheitssymptomen, vor allem Fieber, Husten, Atemnot und Durchfall oder auch Störungen des Geschmacks, Gehörs oder Geruchs, sind aufgefordert, vereinseigene Räumlichkeiten und Arbeitsstätten, externe vom Verein zu Vereinszwecken genutzte Räumlichkeiten sowie die im Rahmen zur Erbringung von sozialen Dienstleitungen durch den Verein genutzten externen Arbeit- und Einsatzorte (z.B. Schulen und Kita) nicht zu betreten. Gleiches gilt für Personen, für die eine behördliche Quarantäne angeordnet ist.

Mitarbeitende haben unverzüglich den Verein zu informieren. Dabei ist bis zu einer ärztlichen Abklärung des Verdachtes von Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Die ärztliche Abklärung hat umgehend zu erfolgen. Betroffene Mitarbeitende sollten sich umgehend zunächst telefonisch zur Abklärung an eine Arztpraxis oder das zuständige Gesundheitsamt wenden.

Das Ergebnis der Abklärung ist dem Verein durch den Mitarbeitenden schnellstmöglich und gegebenenfalls schriftlich mitzuteilen. Den ärztlichen Anweisungen bzw. den Anweisungen der Gesundheitsämter ist in diesem Fall unbedingt Folge zu leisten.

Bei bestätigten Infektion von Mitarbeitenden oder deren Kontaktpersonen (z.B. in Schule oder Kita) sind Infektionsketten zu ermitteln und betroffene Personen zu informieren bei denen durch Kontakt mit infizierten Personen ebenfalls ein Infektionsrisiko besteht. Dies gilt insbesondere im Rahmen aller sozialen Dienstleistungen des Vereins, die in Form von Inklusionsassistenzen bzw. Inklusionsbegleitungen erfolgen. Kontaktpersonen, die assistiert und begleitet werden und bei denen ein Verdacht auf eine Infektion besteht, können bis zur endgültigen ärztlichen Abklärung nicht mehr assistiert oder begleitet werden.

2.8 Rückkehr aus einem Risikogebiet

Für Reiserückkehrende und Rückkehrende aus Risikogebieten gelten die entsprechenden Verordnungen und Erlasse der Bundesregierung und des Landes NRW in ihrer jeweils gültigen Fassung.

 

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Keine Inklusion in den Ferien

Stadt gibt mehr Geld für Betreuung behinderter Kinder, aber Plätze fehlen

Brühl. Mit 20.000 Euro, die sie zusätzlich zur Verfügung stellt, will die Stadtverwaltung künftig Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung unterstützen. Im Fokus steht die Bemühung, eine inklusive Betreuung bei Ferienfreizeiten zu ermöglichen. „Die Teilnahme an Ausflügen, Reisen und Tagesangeboten darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen“, erklärt die zuständige Dezernentin Stephanie Burkhardt. Ein entsprechender Passus in den Förderrichtlinien soll verhindern, dass mit dem zusätzlichen Geld aus dem Stadtsäckel lediglich die Pflegekasse entlastet wird.

Katrin Kossorz lobt das Vorhaben. „Für uns ist das eine ganz wichtige Weichenstellung, eine Pionierleistung, die viel Respekt verdient“, sagt die Brühlerin. Kossorz ist Mutter eines 13-jährigen Mädchens. Ihre Tochter braucht rund um die Uhr Hilfe. Schon der Alltag sei eine Herausforderung, zumal sie berufstätig sei, und nur dank familiärer Unterstützung und des Einsatzes von Betreuerinnen zu stemmen, berichtet Kossorz.

„Im Sommer hat meine Tochter mehrmals an Ferienangeboten in Brühl teilgenommen“, sagt sie. Das sei nicht nur für die Familie eine Entlastung gewesen, sondern habe auch ihrer Tochter viel Spaß gemacht. Sie konnte in der Gruppe spielen und mit anderen Ausflüge unternehmen. Doch als die Kosten im vergangenen Jahr deutlich gestiegen sind, habe sie ihr Kind nicht mehr dafür anmelden können, sagt die Mutter.

Für Kinder, die wie ihre Tochter einen Eins-zu-Eins-Betreuung benötigen, habe sich der Beitrag auf 116 Euro pro Tag erhöht. Die Unterstützung durch Pflegekasse und Stadt habe nicht mehr gereicht, so die Brühlerin. Zusammen mit anderen Eltern wandte sich Kossorz an Bürgermeister Dieter Freytag. „Er hat unser Anliegen ernst genommen“, sagt sie.

Das Problem der Finanzierung dürfte nun kleiner werden. Doch inzwischen fehlt ein entsprechendes Ferienangebot für Kinder mit erhöhtem Betreuungsbedarf. Bislang hatte der Verein Sonderspaß zweiwöchige Ferienspiele in Brühl auf die Beine gestellt. Doch laut Sonderspaß-Geschäftsführer Dirk Siebald ist das in den Sommerferien 2020 nicht möglich. Man habe zwar händeringend gesucht, aber es fehle schlicht an qualifiziertem Personal, um neben Reisen auch ein Vor-Ort-Programm anbieten zu können. Dieses Problem teile man mit anderen Trägern der Region. „Wir müssten zehn weitere Mitarbeiter gewinnen können“, erklärt er. Ehrenamtliche Kräfte sein nicht zu finden, und bei nebenberuflich tätige Mitarbeitern sehe es nicht viel besser aus. „Außerdem sind die Hürden für die Beschäftigung inzwischen hoch“, so Siebald. Schulungen, Impfungen und ein einwandfreies Führungszeugnis sein vorzulegen. Kooperationen mit anderen Trägern könnte vielleicht mittelfristig Abhilfe schaffen.

Die Zuständigen in der Stadtverwaltung würden mit ihrer Förderung gern einen Impuls geben. „Wir hoffen, dass Jugendverbände wie Pfadfinder, kirchliche Jugendorganisationen und Sportvereine verstärkt inklusive Angebote schaffen“, sagt Burkhardt.

VON WOLFRAM KÄMPF

(Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, Donnerstag, 12. März 2020)

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Fröhliche Lieder beim Herbstfest

Verein „Sonderspaß für Menschen mit und ohne Behinderung“ feierte mit Freunden

Brühl. Mit fröhlichen Liedern eröffnete der Chor des Kinderhauses Schumaneck am Samstag das Herbstfest des Vereins „Sonderspaß für Menschen mit und ohne Behinderung“. Der Verein hatte Mitglieder, Freunde und Förderer ins Begegnungszentrum MargaretaS eingeladen. Zu Gast war auch der Mitmachzirkus der Zirkusfabrik, die Musiker Susanne Riemer und Wilhelm Geschwind sowie das Akustik-Duo „Lucie Licht“.

Die Initiatoren des 1994 gegründeten Vereins hatten sich auf die Fahnen geschrieben, das Miteinander von Menschen mit und ohne Einschränkung zu fördern. Dazu bietet Sonderspaß Kurse, Ausflüge, Gruppen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Ferienprogramme an.

In diesem Sommer gab es zum ersten Mal mit zehn Teilnehmern ein Campingurlaub in Italien“, berichtet Lara Hartfiel vom Inklusionsmanagement. Es sei nicht immer einfach, alles auf die Beine zu stellen, betonte Bernhard Schumacher vom Vorstand, aber „wir wollen die Angebote ausbauen“. (höb)

VON B:.HÖHNE

(Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, Montag, 30. September 2019)

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Mitsingen

MITSINGEN. Unter dem Motto “Brühl inklusiv singk kölsche Leeder” fand im Rahmen des 18. Agenda Markts der Stadt Brühl das erste, vom Sonderspaß e. V. veranstaltete inklusive Open-Air-Mitsingkonzert auf dem Markt statt.

Schirmherr Oly Bloom und die Projektband “Joode Fründe” unter der Leitung von Markus Jouaux (“Rhingpirate”) begeisterten mit dem Gebärdenchor der Jecke Öhrcher aus Köln rund 400 mitsingende und mitmachende Konzertbesucher. Unterstützt wurden sie dabei auf der Bühne von zwei Gebärdendolmetscherinnen (Bild unten: Foto Danny Schmidt).

“Kölsche Leeder” live in Gemeinschaft zelebrieren und gemeinsam ein Stück Inklusion zu gestalten und zu erleben war das Ziel des Konzerts. Übrigens: Ein Folgekonzert ist schon in Planung.

VON HARALD ZEYEN

(Quelle: Brühler Schlossbote, Mittwoch, 25. September 2019, Nachrichten aus Brühl und Wesseling)

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Brühl inklusiv singt kölsche Leeder

Beim Agendamarkt spielen Oly Blum und die Joode Fründe für und mit Gehörlosen

BRÜHL. Unter dem Motto „Brühl inkusiv singk kölsche Leeder“ fand am Samstag beim 18. Agenda-Markt der Stadt Brühl das erste, vom Sonderspaß-Verein veranstaltete inklusive Open-Air-Mitsingkonzert auf dem Brühler Marktplatz statt.

Schirmherr Oly Blum und die Projektband „Joode Fründe“ unter der Leitung von Markus Jouaux begeisterten mit dem Gebärdenchor der Jecke Öhrcher aus Köln rund 400 mitsingende und mitmachende Konzertbesucher. Unterstützt wurden sie dabei auf der Bühne von zwei Gebärdendolmetscherinnen.

„Musik verbindet Menschen. Musik überwindet Barrieren“, mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Dieter Freytag das Konzert. Das Besondere an diesem Konzertabend war das Normale. Jeder konnte mitsingen, mitmachen oder einfach nur dabei sein und zuhören.

Aufwendige audiovisuelle Tontechnik mittels Induktionsschleifenanlage, Liedtexten auf Großbildschirm in Echtzeit und gleichzeitig simultanes Gebärdendolmetschen „op Kölsch“ unterstützte das Publikum dabei, aktiv am Konzert teilzuhaben. Und ein bisschen Unterricht in Gebärdensprache gab es noch oben drauf. „Kölsche Leeder“ live in Gemeinschaft zelebrieren und gemeinsam ein Stück Inklusion zu gestalten und zu erleben war das Ziel des Konzertes. Und das wurde laut dem Veranstalter Sonderspaß zur Freude aller, die an diesem Abend da waren, vollends verwirklicht. Der Erfolg beschwingt die Akteure. Ein Folgekonzert ist daher schon in Planung.

(Quelle: Bonner General Anzeiger, Mittwoch, 18. September 2019, S. 21 Voreifel)

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